Transfer oder Zeitverschwendung in Training und Therapie?

Wie gut überträgt sich Training auf den Alltag oder auf die Sportart? Ist das Training während der Reha nur Zeitverschwendung oder trägt es wirklich zum Fortschritt bei? Ein Blick auf verschiedene Trainingsbereiche gibt Aufschluss:

Beweglichkeit

Wenn eine Balletttänzerin oder ein Kampfsportler den Spagat übt und dabei Fortschritte macht, wird sich diese Verbesserung sehr wahrscheinlich auch in deren Technik zeigen. Sie streben danach, ihr Bein höher zu kicken. Aber wie sieht es bei alltäglichen, mehrheitlich unbewussten Bewegungen aus?

Transfer Stretching für Alltag und Sport

Im Jahr 2013 nahmen 24 junge, gesunde Männer mit eingeschränkter Hüftbeweglichkeit an einer sechswöchigen Studie teil, bei der sie in Gruppen entweder Dehnübungen, Dehnen in Kombination mit Hüft-/Wirbelsäulen-Dissoziationstraining oder Rumpfausdauertraining durchführten. Obwohl die Hüftgelenksbeweglichkeit nach dem Training zunahm, konnte nach sechs Wochen keine Veränderung im Bewegungsverhalten bei vier dynamischen Bewegungen festgestellt werden (Moreside JM, 2013).

Dehnübungen können bei älteren Menschen die Beweglichkeit der Gelenke verbessern, jedoch wurde bisher kein klarer Nutzen für den Alltag nachgewiesen (Stathokostas et al. 2012). Eine gesteigerte Dehnbarkeit der Hamstrings zeigt keine nachweisbaren Auswirkungen auf die Beckenhaltung und die Krümmung der Lendenwirbelsäule (Shamsi et al. 2020, Borman et al. 2011). Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass Dehnen sich positiv auf den Gang auswirkt (Vialleron T, 2020).

Zusammengefasst: Dehnübungen können die Beweglichkeit der Gelenke verbessern, jedoch ist eine automatische Anwendung im Alltag nicht sicher. Es ist wichtig, gezielt an der Übertragung dieser Verbesserungen zu arbeiten.

Schmerzen lassen sich durch Dehnübungen (mechanische Spannung) reduzieren, indem sie das zentrale Nervensystem beeinflussen. Es ist nicht einfach die gesteigerte Beweglichkeit. Freiwald J (2020, S. 162): Auch hier spielen Umgebungsfaktoren, Instruktionen, Informationen und persönliche Bedeusamkeit eine bedeutsame Rolle, die entsprechend den Zielen in Sport und Therapie berücksichtigt werden müssen.

Gleichgewicht

Ein dreimonatiges Slackline-Training zeigt keinen Nutzen für nicht trainierte Gleichgewichtsübungen. Daher raten die Autoren davon ab, reines Slackline-Training als allgemeine Massnahme zur Sturzprävention zu nutzen (Giboin et al., 2018, Donath et al. 2017). Dies unterstreicht, dass Gleichgewicht keine universelle Fertigkeit ist, sondern äusserst spezifisch und dementsprechend das Training gezielt ausgeführt werden muss. Zu Beispiel sollte in der Sturzprävention das Training nicht ausschliesslich auf dem SensoPro (ähnlich der Slackline) erfolgen, sondern auch auf festem Boden. Am besten unter Einwirkung externer Störungen (Ringhof und Stein, 2018, Kümmel et al. 2016, Giboin et al. 2015, Fitzgerald et al. 2000, Ferreira et al. 2022). Das Training muss sehr abwechslungsreich sein.

Gleichgewichtstraining, besonders für ältere (untrainierte) Person, steigert die Maximalkraft und die Kraftentwicklungsrate (RFD), was zur Sturzprävention beitragen kann (Kümmel et al. 2016).

DAS Gleichgewicht kannst du nicht trainieren. Es ist situationsabhängig. Siehe auch Sensomotorik im nächsten Abschnitt.

Wie sollte Gleichgewichtstraining gestalltet sein für einen Transfer?

Sensomotorik

Sensomotorik bezieht sich auf das komplexe Zusammenspiel zwischen Wahrnehmung und motorischer Kontrolle. Sie umfasst die Fähigkeit, Bewegungen unter Berücksichtigung der sensorischen Rückmeldungen zu steuern und zu regulieren. Für einige ist Balancetraining und sensomotorisches Training das Selbe. Sensomotorik geht aber über blosse Propriozeption und das Gleichgewicht hinaus. Das Ziel ist die Verbesserung der Wahrnehmung, Steuerung und Kontrolle des Körpers, sei es im Alltag, nach Verletzungen oder zur Vermeidung von Stürzen.

In diesem Kontext wird auch der Begriff „neuromuskulär“ verwendet. Insbesondere im Functional Training liegt der Fokus darauf, die Sensomotorik zu schulen – die Kontrolle des Körpers im Alltag und beim Sport. (Siehe auch: Functional Training) Das entspricht im Prinzip den Gleichgewichtsübungen die wir vorher besprochen haben, die letztendlich die Sensomotorik trainieren. Dabei wird hauptsächlich die geübten Bewegung besser (Naumann et al. 2015, Maudrich et al. 2022).

Bevor wir erörtern, warum das so ist, betrachten wir noch andere Trainingsbereiche.

Kognitives Training

Auch als Gehirnjogging bekannt, zielt darauf ab, die allgemeine Plastizität des Gehirns zu erhalten oder zu steigern. Dies beinhaltet das kurzfristige Merken von Informationen (Gedächtnistraining) oder schnelle Reaktionen auf unterschiedliche Anforderungen. Hierfür gibt es verschiedene Apps.

Jedoch zeigt sich bei solchen Aufgaben lediglich ein Transfer zu sehr ähnlichen Aufgaben, beispielsweise vom Merken von Bildern zu einer ähnlichen Gedächtnisaufgabe mit Zahlen (Near Transfer).

Macht kognitives Training Sinn?

Auf andere kognitive Bereiche wie Sprache oder Denkschnelligkeit hat das Training keinen Einfluss. Auch Video-Spiele, Exergaming, Musikübungen oder Schachspielen zeigen keinen (Far) Transfer auf andere kognitive Aufgaben (Ordnung et al. 2017, Sala et al. 2019, Gobet und Sala 2023).

Aus diesem Grund wird der undifferenzierte Einsatz von kognitivem Training im Sport kritisiert (Renshaw et al. 2019, Fransen J 2022).

Der Titel eines Artikels von Anjana Ahuja (2019) in der Financial Times beschreibt das Dilemma am besten: „Ein Mangel an Beweisen belastet die milliardenschwere Gehirntrainingsbranche.“

Vision Training (Sehtraining, Augentraining)

Auch die Sehfähigkeit wird trainiert, sei es durch das Arbeiten mit Kugeln an einer Schnur oder durch digitale Hilfsmittel, um die Sehschärfe zu verbessern.

Bildquelle: Norcia, Anthony & Wesemann, Wolfgang & Manny, Ruth. (1999). Electrophysiological correlates of vernier 
and relative motion mechanisms in human visual cortex. Visual neuroscience. 16. 1123-31. 10.1017/S0952523899166124.

In Studien von Manfred Fahle haben Teilnehmer mehrere Stunden mit dem Vernier-Akuitätstest trainiert (Horton et al. 2017). Die Aufgabe besteht darin, die Verschiebung der Linien zu erkennen und in welche Richtung die Verschiebung erfolgt.
Eine Gruppe hat mit vertikalen Linien trainiert, die andere mit horizontalen. Es hat sich gezeigt, dass die Teilnehmer in der trainierten Ausrichtung besser wurden, jedoch nicht in der nicht trainierten Ausrichtung. Je intensiver das Training in einer bestimmten Ausrichtung war, desto schlechter schnitten die Teilnehmer in der nicht trainierten Ausrichtung ab, sogar schlechter als die nicht trainierende Kontrollgruppe. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das visuelle Wahrnehmungstraining hoch spezifisch ist (Horton et al. 2017).

Das Consensus Paper des IOC über Augenheilkunde im Elitesport schliesst aus Studien, die einen Transfer des Sehtrainings in den Sport zeigen, dass generelles Augentraining im Sport helfen kann, weil es lehrt, sich besser auf wichtige Dinge zu konzentrieren (Moe et al. 2023). Es ist also eher eine Frage der Konzentration und Aufmerksamkeit und nicht des Sehens.

Laby und Appelbaum 2021 kommen in ihrem Review zu folgendem Schluss: Auf Grundlage dieser Überprüfung lässt sich zusammenfassen, dass trotz vielversprechender Hinweise, die die Bedeutung der Sehkraft für deine sportliche Leistung und die durch das Training erzielten Verbesserungen unterstützen, noch methodische Verbesserungen in diesem Fachgebiet notwendig sind.

Das heisst, der Far Transfer beim Seh-/Augentraining ist mehr als fraglich.

Kraft        

Eine Steigerung der Beinkraft korreliert stark mit der Sprintleistung bis 30 Meter (Seitz et al. 2014). Wenn man Kniebeugen trainiert, wird man auch stärker bei der Übung Step up und umgekehrt. Aber nicht im selben Ausmass wie in der tatsächlich trainierten Übung (Appleby et al. 2019). Es gibt einen Transfer auf andere Bewegungen, aber die Zunahme ist geringer.
Die Kraftsteigerungen sind im Sport oft mit Verzögerung wahrnehmbar. Diese Verzögerung wird in der Literatur als „Lag Time“ bezeichnet (Suchomel et al. 2016).

Wichtig für einen möglichen Transfer der Kraft ist:

  • Bietet die Übung dir die Möglichkeit, mehr Kraft zu entwickeln (Overload) als die Bewegung im Sport? (Wackelbretter? Functional Training?)
  • Bietet die Übung dir die Möglichkeit für Variationen?
  • Kinematik: Gelenkwinkel, Körperposition…
  • Kraftvektor (Richtung) relativ zu dir als Athlet
  • Geschwindigkeit: Wie viel Zeit steht für die Kraftentwicklung zur Verfügung?
  • Muskelarbeit: Exzentrisch, konzentrisch, isometrisch (nach Cleather D, 2021)

Die Steigerung eines Konditionsfaktors (Kraft, Ausdauer) überträgt sich vor allem bei Anfänger in verschiedenem Ausmass in den Sport und Alltag. Der Grundsatz: individuell handeln hat auch hier seine Gültigkeit. Denn eine absolut gültige Methode, die den Transfer garantiert gibt es nicht (Brearley und Bishop 2019).
Toigo M (2019, S. 138-139) provoziert und schreibt: Sportartspezifisches Krafttraining sollte möglichst variabel und „unspezifisch“ sein. (Siehe auch Mischmethoden im Reha-Training). Issurin VB (2013): Daher sind abwechslungsreiche und innovative Routineübungen sowie die Bereicherung des Inhalts von Trainingsübungen wünschenswerte Mittel zur Steigerung der Trainingsstimulation. Dies um das Transferproblem nicht mit dem Überlastungsproblem zu ersetzen.

Transfer vom Training und Reha in den Alltag und den Sport

Ein oft vergessenes Tool: Mentales Training unterstützt die Integration neu erworbener Fähigkeiten in den Alltag und den Sport. Durch die Nutzung von Mentaltraining (motorischer Vorstellung, motor imagery), wird die verbesserte Leistungsfähigkeit gezielt in die Zielbewegungen transferiert (Issurin VB 2013, Mulder T 2005).

Fazit:

In der Therapie lassen sich positive klinische Resultate nicht einfach an den verbesserten Fähigkeiten festmachen (Steiger et al. 2012). Oft erlangen wir von einem Training Nutzen für andere Fähigkeiten als die, die wir gezielt trainieren: Sehtraining fördert eher die Konzentration, Gleichgewichtstraining eher die Kraftentwicklungsrate RFD, und Dehnen hat eher einen Effekt auf das zentrale Nervensystem (ZNS).

Der Transfer von Trainingseffekten ist oft begrenzt und individuell und nicht einfach gegeben. Ein Anfänger kann durch Krafttraining mehr Transfer in seinen Sport erwarten als ein trainingsälterer Sportler. Das primäre Ziel im Krafttraining ist die Erweiterung der Kapazität, der Fähigkeit. Die Fertigkeit muss in der Zielbewegung trainiert werden (Issurin VB 2013).

Insbesondere beim Gleichgewichtstraining wird deutlich, dass es keine generelle Fertigkeiten gibt, die durch (funktionelle) Übungen allgemein gültig trainiert werden können.

Die Herausforderung liegt in der engen Verknüpfung von Wahrnehmung und Handlung. Dein Gleichgewicht wird nicht durch ein gespeichertes Bewegungsprogramm gesteuert, sondern die Bewegungsantwort entstehen situativ aus der Kombination von Umwelt, der gestellten Aufgabe und deinen individuellen Gegebenheiten. Handlung und Wahrnehmung sind untrennbar miteinander verbunden, und jede Veränderung führt zu einer Anpassung deiner Bewegung (Warren WH 1990, Mulder T 2005, Michaels und Carello 1981, Newell KM 1986, Gibson JJ 1979). Darum gibt es nicht immer einen Transfer. Es muss gelernt werden mit der neu erworbenen Fähigkeit umzugehen und sie optimal zu nutzen.

Wahrnehmung-Aktion-Kopplung nach Newell

Durch motorisches Lernen, sei es im Sport oder im Alltag, ist die Entwicklung spezifischer Fertigkeiten für den Umgang mit neuen Voraussetzungen entscheidend. Die bekannte „lag time“ beim Krafttraining verdeutlicht, dass du lernen musst, mit der gesteigerten Kraft umzugehen um sie zu nutzen. Dies ist vergleichbar damit, dass du beim Umstieg von einem 80 PS auf ein 500 PS starkes Auto lernen musst, diese Kräfte zu kontrollieren, um tatsächlich schneller fahren zu können.
Durch Stretching erhöhst du deine Beweglichkeit im Hüftgelenk (Fähigkeit, Kapazität), und durch motorisches Lernen verleihst du deinem System die Fertigkeit, damit umzugehen und zu nutzen.

Ein Beispiel aus der Rehabilitation verdeutlicht, wie du mit veränderten Voraussetzungen (Operation, TEP) für einen Transfer trainieren musst. Beim Gangtraining nach Hüft- und Knie-TEP erhielt eine Gruppe klassisches Gangtraining mit klaren Vorgaben, wie richtiges Gehen funktioniert (Fuss abrollen, Beckenposition …), und Feedback, während die andere nach dem Konzept des differentiellen Lernens trainierte – mit unterschiedlichen Rhythmen, ständig variierenden Bewegungsformen und ohne Feedback. Beide Gruppen schnitten bei klassischen Tests ähnlich ab, jedoch war die differentielle Gruppe beim ungeübten Gehtest über unebene Matten deutlich schneller. Der Transfer hatte hier funktioniert. Hier zeigt sich die Bedeutung des motorischen Lernens, einer der am vernachlässigten Bereiche im Training und in der Therapie. Siehe auch: Motorisches Lernen.

Beim motorischen Lernen in der Reha und im Training wird immer noch oft vieles falsch gemacht – zu viel Feedback, starres Festhalten an einer einzigen „richtigen“ Bewegungsausführung und ein einseitiges Lehrer-Schüler-Verhältnis. Wiederholung allein führt nicht zum Lernen. Die Zielbewegung muss trainiert werden, jedoch äusserst variabel. Das hilft dem System, sich selbst zu organisieren. Es hat die Möglichkeit zu LERNEN.

Das Ziel heisst: unbewusste Körperkontrolle in Bewegung – uKiB. (Siehe auch: uKiB-Philosophie)

Oft ist das Unspezifische das Spezifische!

Literaturverzeichnis

Anjana Ahuja (23.01.2019) An evidence deficit haunts the billion-dollar brain training industry. Financial Times, https://www.ft.com/content/a0166eea-1e41-11e9-a46f-08f9738d6b2b

Appleby BB, Cormack SJ, Newton RU (2019) Specificity and Transfer of Lower-Body Strength: Influence of Bilateral or Unilateral Lower-Body Resistance Training. Journal of Strength and Conditioning Research 33:318–326. https://doi.org/10.1519/JSC.0000000000002923

Brearley S, Bishop C (2019) Transfer of Training: How Specific Should We Be? Strength & Conditioning Journal 41:97–109. https://doi.org/10.1519/SSC.0000000000000450

Borman NP, Trudelle-Jackson E, Smith SS (2011) Effect of stretch positions on hamstring muscle length, lumbar flexion range of motion, and lumbar curvature in healthy adults. Physiotherapy Theory and Practice 27:146–154. https://doi.org/10.3109/09593981003703030

Cleather D (2021) Force The Biomechanics of Training, 1. KMA Press, Praque, Czech Republic

Donath L, Roth R, Zahner L, Faude O (2017) Slackline Training (Balancing Over Narrow Nylon Ribbons) and Balance Performance: A Meta-Analytical Review. Sports Med 47:1075–1086. https://doi.org/10.1007/s40279-016-0631-9

Fransen J (2022) There is no evidence for a far transfer of cognitive training to sport performance. (pp.112). SportRxiv.  https://doi.org/10.51224/SRXIV.182

Freiwald, Jürgen (2020) Optimales Dehnen, 3., vollständig überarbeitete Auflage. Spitta GmbH, Balingen

Ferreira RN, Ribeiro NF, Figueiredo J, Santos CP (2022) Provoking Artificial Slips and Trips towards Perturbation-Based Balance Training: A Narrative Review. Sensors 22:9254. https://doi.org/10.3390/s22239254

Fitzgerald GK, Axe MJ, Snyder-Mackler L (2000) The Efficacy of Perturbation Training in Nonoperative Anterior Cruciate Ligament Rehabilitation Programs for Physically Active Individuals. Physical Therapy 80:128–140. https://doi.org/10.1093/ptj/80.2.128

Giboin L-S, Gruber M, Kramer A (2015) Task-specificity of balance training. Human Movement Science 44:22–31. https://doi.org/10.1016/j.humov.2015.08.012

Giboin L-S, Gruber M, Kramer A (2018) Three months of slackline training elicit only task-specific improvements in balance performance. PLoS ONE 13:e0207542. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0207542

Gibson JJ (1979) The Ecological Approach to Visual Perception. Lawrence Erlbaum Associates, Inc., Hillsdale, New Jersey

Gobet F, Sala G (2023) Cognitive Training: A Field in Search of a Phenomenon. Perspectives on Psychological Science 18:125–141

Horton JC, Fahle M, Mulder T, Trauzettel-Klosinski S (2017) Adaptation, perceptual learning, and plasticity of brain functions. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 255:435–447. https://doi.org/10.1007/s00417-016-3580-y

Issurin VB (2013) Training Transfer: Scientific Background and Insights for Practical Application. Sports Med 43:675–694. https://doi.org/10.1007/s40279-013-0049-6

Kümmel J, Kramer A, Giboin L-S, Gruber M (2016) Specificity of Balance Training in Healthy Individuals: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med 46:1261–1271. https://doi.org/10.1007/s40279-016-0515-z

Laby DM, Appelbaum LG (2021) Review: Vision and On-field Performance: A Critical Review of Visual Assessment and Training Studies with Athletes. Optom Vis Sci 98:723–731. https://doi.org/10.1097/OPX.0000000000001729

Maudrich T, Kandt H, Ragert P, Kenville R (2022) Whole-body sensorimotor skill learning in football players: No evidence for motor transfer effects. PLoS ONE 17:e0271412. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0271412

Michaels CF, Carello C (1981) Direct perception. Prentice-Hall, Englewood Cliffs, N.J

Moe MC, Özmert E, Baudouin C, et al (2023) International Olympic Committee (IOC) consensus paper on sports-related ophthalmology issues in elite sports. BMJ Open Sport Exerc Med 9:e001644. https://doi.org/10.1136/bmjsem-2023-001644

Moreside JM, McGill SM (2013) Improvements in Hip Flexibility Do Not Transfer to Mobility in Functional Movement Patterns. Journal of Strength and Conditioning Research 27:2635–2643. https://doi.org/10.1519/JSC.0b013e318295d521

Mulder, Theo (2005) Das adaptive Gehirn, 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York

Naumann T, Kindermann S, Joch M, et al (2015) No transfer between conditions in balance training regimes relying on tasks with different postural demands: Specificity effects of two different serious games. Gait & Posture 41:774–779. https://doi.org/10.1016/j.gaitpost.2015.02.003

Newell, K. M. (1986). Constraints on the Development of Coordination. In M. G. Wade, & H. T. A. Whiting (Eds.), Motor Development in Children: Aspects of Coordination and Control (pp. 341-360). The Netherlands: Martinus Nijhoff, Dordrecht

Ordnung M, Hoff M, Kaminski E, et al (2017) No Overt Effects of a 6-Week Exergame Training on Sensorimotor and Cognitive Function in Older Adults. A Preliminary Investigation. Front Hum Neurosci 11:. https://doi.org/10.3389/fnhum.2017.00160

Renshaw I, Davids K, Araújo D, et al (2019) Evaluating Weaknesses of “Perceptual-Cognitive Training” and “Brain Training” Methods in Sport: An Ecological Dynamics Critique. Front Psychol 9:2468. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.02468

Ringhof S, Stein T (2018) Biomechanical assessment of dynamic balance: Specificity of different balance tests. Human Movement Science 58:140–147. https://doi.org/10.1016/j.humov.2018.02.004

Sala G, Aksayli ND, Tatlidil KS, et al (2019) Near and Far Transfer in Cognitive Training: A Second-Order Meta-Analysis. Collabra: Psychology 5:18. https://doi.org/10.1525/collabra.203

Seitz LB, Reyes A, Tran TT, et al (2014) Increases in Lower-Body Strength Transfer Positively to Sprint Performance: A Systematic Review with Meta-Analysis. Sports Med 44:1693–1702. https://doi.org/10.1007/s40279-014-0227-1

Shamsi M, Shahsavari S, Safari A, Mirzaei M (2020) A randomized clinical trial for the effect of static stretching and strengthening exercise on pelvic tilt angle in LBP patients. Journal of Bodywork and Movement Therapies 24:15–20. https://doi.org/10.1016/j.jbmt.2020.02.001

Stathokostas L, Little RMD, Vandervoort AA, Paterson DH (2012) Flexibility Training and Functional Ability in Older Adults: A Systematic Review. Journal of Aging Research 2012:1–30. https://doi.org/10.1155/2012/306818

Suchomel TJ, Nimphius S, Stone MH (2016) The Importance of Muscular Strength in Athletic Performance. Sports Med 46:1419–1449. https://doi.org/10.1007/s40279-016-0486-0

Toigo M (2019) MuskelRevolution: Konzepte und Rezepte zum Muskel- und Kraftaufbau. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg

Vialleron T, Delafontaine A, Ditcharles S, Fourcade P, Yiou Eric (2020) Effects of stretching exercises on human gait: a systematic review and meta-analysis. F1000Research https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7919610/

Warren WH (1990) The Perception-Action Coupling. In: Bloch H, Bertenthal BI (eds) Sensory-Motor Organizations and Development in Infancy and Early Childhood. Springer Netherlands, Dordrecht, pp 23–37